Himmel und Hölle in Assisi

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Wie die allermeisten Städte der Toskana liegt Assisi malerisch an einem Bergrücken. Aus der Ferne wirkt das Pilgerstädtchen auch wirklich idyllisch. Man sieht eben die pilgernden Massen nicht sofort, die sich Busladung für Busladung in die mittelalterlichen Gassen ergießen.

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Keine der Kirchen im Bild ist übrigens DIE des Heiligen Franziskus. Die würde sich jenseits des linken Bildrandes befinden. Ganz abgesehen davon ist sie von außen auch nicht wirklich sehenswert. Im Innern macht sie hingegen durchaus Eindruck. Das liegt nicht zuletzt an der ungewöhnlichen Konstruktion, die sich in eine ältere Unterkirche und eine neuere Oberkirche aufteilt, welche auf die untere aufgebaut wurde. Dennoch vermitteln beide Kirchen jeweils einen in sich abgeschlossenen architektonischen Eindruck.

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In Frömmigkeit erstarren die wenigsten Besucher der Stadt und der Kirchen. Die meisten muss man wohl eher als katholische Touristen bezeichnen… Die frömmelnden Mönche, Heiligen etc. an den Wänden begannen mich zu langweilen. Und die Darstellung körperlicher Misshandlungen von Märtyrern empfinde ich zunehmend als pervers. Viel spannender sind da doch immer und überall die Höllenphantasien. Die sollte doch mal jemand tiefenpsychologisch im Zusammenhang mit dem Zölibat deuten.

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Geradezu körperliche und an Höllenqualen grenzende Schmerzen können einem die vielen Devotionalienhandlungen und Geschäfte mit katholischem Kitsch bereiten. Nur gut, dass draußen vor den Toren der Stadt die toskanisch-ländliche Idylle wartet.

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