Wolfberg Cracks

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Der Wanderweg hinauf zu den Wolfberg Cracks begann eigentlich unmittelbar hinter unserem Stellplatz, aber das wurde uns erst später klar. Am Ende waren wir dann aber auch froh, dass wir uns auf dem Rückweg nicht noch weitere Kilometer durch Hitze und Staub quälen mussten. So war die Wanderung zwar in Kilometern gerechnet gar nicht so lang. Anstrengend war sie dennoch, schließlich ging es beständig steil bergauf.

Unterhalb der eigentlichen Wolfberg Cracks wurden wir mit einer phantastischen Rundsicht belohnt.

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Nach einer ersten kurzen Pause im Schatten ging die eigentliche Plackerei jedoch erst los.

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Die wenigen anderen Wanderer, die wir trafen, waren jetzt schon wieder auf dem Abstieg. Einige hatten sich dem Aufstieg zum Gipfel aber auch schon auf Höhe dieses großen Geröllfelds verweigert…

Für uns ging es kletternd über riesige Felsblöcke, durch Felsspalten hindurch und durch enge Kamine senkrecht empor kraxelnd und um eine schmale Felsnase herum tastend weiter.

Und dann standen wir plötzlich in den Wolfberg Cracks, wobei man sich unter Spalten wohl definitiv nichts dieser Größenordnung vorstellt.

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Die Dimension wird erst klar, wenn man einen menschlichen Maßstab anlegt.

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Oase wäre angesichts des Fehlens jeglicher Vegetation wohl nicht das richtige Wort, aber die Kühle und die ausgeprägte Farbigkeit boten einen so starken Kontrast zu der Hitze und dem gleißenden Sonnenlicht, das draussen alle Farben verblassen ließ, dass wir uns durchaus wie in einer phantastischen Oase fühlten.

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Von dort aus führt eigentlich ein „Weg“ durch die Cracks bis hinauf zum eigentlichen Gipfel, um diesen herum und wieder den Berg hinunter. Auf diese Weise hätte man sich den Abstieg durch die Felsspalten und die erneute Umrundung der Felsnase direkt über einem Abgrund ersparen können. Der einzige Schönheitsfehler bestand darin, dass dieser „Weg“ zwar keiner Markierung bedurfte, weil er abrupt in einer immer enger werdenden Felsspalte endete und es von dort aus dann in dieser Spalte senkrecht nach oben gehen sollte. Als sei das Klettern zwischen senkrechten Wänden – rechte Hand und rechter Fuß an der einen, linke Hand und linker Fuß an der anderen – nicht schwer genug, versperrten mehrfach auch eingeklemmte Felsbrocken den Weg. Nachdem ich den ersten überwunden hatte, stand der Entschluss fest: geordneter Rückzug und Umkehr über den Weg, den wir gekommen waren. Das war das kleinere Übel. Wer weiß, wann hier der nächste Kletterer vorbeigekommen wäre um im Falle eines Absturzes zu helfen. Wir waren weit und breit die einzigen am Berg, und die Handys hatten natürlich keinen Empfang.

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Der Ausblick, der sich uns am Nachmittag vor dem Abstieg bot, war noch einmal traumhaft. Was dann zunächst folgte, war es weniger. Wir wähnten uns nach der Durchquerung des Chaos herabgestürzter Felsen unterhalb der Cracks auf dem richtigen Pfad, mussten dann jedoch feststellen, dass es sich nur um einen Ziegen- und Affenpfad handelte, der sich hier durchs Unterholz schlängelte aber nicht wie gewünscht bergab zum Ausgangspunkt führte. Nach einer halben Stunde hatten wir dann aber ein wenig zerkratzt den richtigen Abstieg gefunden…

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