Hinter den Schwarzen Bergen

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Ortswechsel. Sechs Stunden reine Fahrtzeit hatten wir für die 450 km lange Strecke zum nächsten Ziel berechnet. Wir verließen Heidelberger Gegend nach einem opulenten Frühstück bei strahlendem Sonnenschein, überquerten die Zuurberge nach Norden, machten einen kurzen Rundgang durch das als Künstlerkolonie bekannte Barrydale und legten eine Mittagspause in dem Örtchen Calitzdorp ein. In der unaussprechlichen Haupstadt der Straußenzucht Oudtshoorn hielten wir dann nur noch zum Tanken, weil der Nachmittag schon weit fortgeschritten war und wir die Schwarzen Berge keinesfalls bei Dunkelheit überqueren wollten.

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Laut Reiseführer handelt es sich bei der Route, die die Swartberge von Süd nach Nord durchquert, um eine der spektalulärsten Passstraßen. Der Straßenbau muss im 19. Jahrhundert wirklich abenteuerlich gewesen sein; und auch heute noch ist die Strecke nicht asphaltiert. Nicht die Straßenverhältnisse waren schließlich schuld daran, dass schon der Abend dämmerte, als wir diese Berge hinter uns ließen, sondern lange Beobachtungs- und Fotostopps. Den ersten großen Pavian ganz in der Nähe lässt man nicht einfach so unbeachtet ziehen.

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Jenseits der Berge liegt die große weitgehend flache Halbwüste Karoo, eine faszinierende Landschaft, aber offenbar weit off the beaten track für die meisten Südafrikareisenden, die sehr viel wahrscheinlicher im Krüger Nationalpark landen oder die Garden Route nehmen.

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Den Karoo Nationalpark und unser Camp erreichten wir schließlich erst nach Einbruch der Dunkelheit. Das Dachzelt konnten wir dann erst viel später aufschlagen, nachdem wir im nahen Beaufort West getankt und Grillholz gekauft hatten.

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Hier sollte nun auch endlich wieder einmal unser Allradantrieb zum Einsatz kommen. Allerdings hatte es auch hier die Tage zuvor geregnet, weshalb die Allradrouten durch den Nationalpark einige Tage gesperrt waren. So ging es zunächst einmal einen Tag lang auf Rundkurs über asphaltierte Straßen zur Tierbeobachtung. Und wie könnte es auch anders sein, einer der ersten Vierbeiner, die wir zu Gesicht bekamen, war ein Red Hartebeest… und das auch noch in gehöriger Entfernung und von hinten.

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In der flimmernden Luft war zunächst auch mit Ferngläsern wenig auszumachen. Alles schien wüst und leer. Doch kamen wir schnell dahinter, dass wir erst sehen lernen mussten um zu erkennen.

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An scheinbar leblosem Dornengestrüpp kam so unvermittelt Blütenpracht zum Vorschein.

Und mitten im Nichts der schier endlosen Ebene erschien der/die/das erste Kudu.

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Glücklicherweise zeigten sich nach der anfänglichen Frustration über die tierische Leere der ansonsten grandiosen Landschaft noch deutlich mehr Tiere und ließen sich auch aus der Nähe beobachten.

Wirklich zahlreich waren allerdings die gestreiften Vierbeiner, obwohl wir einen ursprünglich in Erwägung gezogenen Besuch im Mountain Zebra Nationalpark bei unserer Reiseplanung letztlich aus Zeitgründen verworfen hatten.

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