Reformdörfer im Migrantenland

Nicht nur Villen und Wehrtürme wurden von den Migranten in den Dörfern rund um Kaiping gebaut, obwohl diese heute die spektakulärsten Gebäude darstellen und zum größten Teil dafür verantwortlich sind, dass Dörfer wie hier Jinjiangli unter Schutz gestellt wurden. In einigen Dörfern wurden mit Hilfe der Überweisungen und der Ideen der Migranten im Ausland geradezu…

Von Wehrtürmen und Villen

Die Region um Kaiping herum ist voll von Überraschungen. Schon vor Jahren sah ich durch Zufall ein Foto eines Wachturms, der mich stark an die Gebäude erinnerte, die ich im Chettinad in Südostindien gesehen hatte. Dabei handelte es sich um große Klanhäuser in einer sehr dörflichen Gegend Tamil Nadus. Die Leute hier waren seit dem…

Zeitreise nach Kaiping

Zugegeben, echte und nachgemachte Memorabilia aus der Mao-Zeit sind überall in China zu haben. Die Menge der Hinweise auf die Kulturrevolution, die man zumindest beim genaueren Hinsehen sowhl in Guangzhou selbst, noch viel mehr überall sonst in Guangdong, an vielen Gebäuden auch im 21. Jahrhundert noch findet, haben mich dann aber doch überrascht.. Eine Fahrt…

Guangzhou Heritage

Dies wird vorerst der letzte Eintrag aus Guangzhou sein, denn ein paar andere Orte der Asienreise im Sommer warten noch in der Pipeline, obwohl der Asienaufenthalt nun schon wieder mehr als einen Monat zurück liegt. Guangzhou hatte nie sehr viele herausragende historische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Dazu entwickelte sich die Stadt in den letzten 150 Jahren…

Nur ein paar Meter abseits

Da gibt es sie noch, die einfachen Dienstleistungen. Obwohl die Tage des Barbiers auf dem Bürgersteig wohl auch gezählt sind. Immerhin finden aber auch immer wieder Leute aufs Neue solche Nischen. In dem von Afrikanern bewohnten Viertel zum Beispiel, in dem ich hauptsächlich meine Feldforschung durchführte, hatte sich gerade erst ein Arbeitsloser selbständig gemacht. Statt…

Gegen den bösen Blick – und Vampire?

Der Spiegel mit den Hexagrammen an der Hauswand ist im ländlichen China heute wieder allgegenwärtig. Wie wohl fast überall auf der Welt soll er den bösen Blick und Dämonen abwehren. Das rote Gefäß, das am Morgen jeweils ein brennendes Räucherstäbchen aufnimmt, ist recht typisch für Guangdong. Ob in diesem Dorf keine 150 km von der…

Und ich dachte, der sei längst ausgewandert

Das zumindest war die spontane Antwort eines Chinesen, die ich vor Jahren erhielt, als ich nach dem vorbildlichen jugendlichen Genossen Lei Feng fragte, der mich von einem Plakat aus anschaute. Das war in den späten 1990er Jahren die erste Renaissance dieses Vorbilds und Propagandaprodukts. In Guangzhou erfährt der Lei Feng Kult offensichtlich eine zweite Renaissance….

Guangzhou wie aus längst vergangener Zeit

Wie jede chinesische Stadt hat sich auch Guangzhou insbesondere seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre massiv verändert. An die Stelle der an das Klima so gut angepassten alten Häuser, die in ihrer Hybridität europäisch-chinesischer Baustile und mit ihren endlosen, schattenspendenden Arkadengänge früher das Stadtbild bestimmten, sind die selben gesichtslosen Hochhausblöcke wie  überall in China…