Kunst und Kitsch in Stellenbosch

Das historische Ambiente des Städtchens, die umliegenden Weingüter mit ihren erstklassigen restaurants und die Nähe zu Kapstadt machen Stellenbosch zu einem beliebten Ausflugsziel. Da ist es kein Wunder, dass auch Kunst und Kitsch auf Käufer warten. Stellenbosch war auch der einzige Ort, der wirklich zum Flanieren einlud. Das war angenehm, sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen,…

Solche und solche Dickhäuter

Aus der trockenen Karoo ging es 270 km nach Südosten in eine andere, deutlich feuchtere Landschaft. Je näher wir dem Addo Elephant National Park kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Die Temperaturen fielen, und es regnete zeitweilig auch noch. Für eine ganze Weile führte die Strecke zwischen zwei hohen Zäunen hindurch, und auf der einen…

Dornröschen hätte seine Freude

Am Rande von Graaf-Reinet steht man in einer kleinen Straße plötzlich vor einer Wand aus haushohen Kakteen und anderen stacheligen Gesellen. Ein unscheinbares Schild identifiziert diesen Ort als Obesa Nursery. Beim ersten Versuch scheiterten wir an dem verschlossenen Eisengittertor, aber einen Tag später wurde uns dann Eintritt gewährt. Zwar kann man hier durchaus Jungpflanzen erwerben, doch…

Weder trostlos noch verwüstet

Warum die ersten weißen Siedler diese phantastische Landschaft Valley of Desolation – Tal der Trostlosigkeit oder Tal der Verwüstung – nannten, bleibt ihr Geheimnis. Heute ist die markante Spandaukoppe, oder besser Blick  darauf  vom gegenüberliegenden Berggipfel ein Tourismusmagnet. Während sich am Aussichtspunkt noch viele Besucher sammeln, weil dieser direkt mit dem Auto anzufahren ist, trifft…

Nicht besonders helle aber wohlschmeckend

Diese Tiere bildeten auf der Straußenfarm nur den Streichelzoo für die weißen Mittelklasse-Südafrikaner, die hier mit ihren Großstadtkindern das Landleben suchten. Das fast völlige Fehlen aller anderer Hautfarben im Inlandstourismus der Rainbow Nation war auch das, was uns das größte Unbehagen bereitete. Auf der gesamten Reise begegneten wir schwarzen Südafrikanern eigentlich immer nur in ihren…

Königlich baden

Königlich baden, das versprach unsere nächste Etappe nach Rom – der runde und tiefe Vulkansee von Bolsena, an dessen Ufer wir für einige entspannte Tage mit Paddeln, Baden und Ausflügen Quartier bezogen. Der See hat es allerdings in sich. Jedes Jahr ertrinken hier unbedarfte Menschen. Selbst das Paddeln ist nicht ohne, denn nach einer absolut…

Ein weiterer Beitrag zur Gleichstellung

Nur als Nachtrag: Das fortschrittliche Geschäft in Brandenburg an der Havel hatte sich nicht nur auf ausschließlich männliche Eheschließungen eingestellt. Auch die Brautpaare – im reinen Wortsinn – fehlten nicht. Bezeichnend ist allerdings auch, welche Klischees mit den Figürchen bedient werden. Die Institution Ehe, hetero- oder homosexuell, scheint sich zumindest im Hinblick auf das kommerzielle…

Fortschritt und Tradition

Ein Schaufenster in Brandenburg, kitschig, aber auf der Höhe der Zeit… Beim Stadtrundgang in der ostersonntäglichen Kälte gab es immer wieder Hinweise auf die unerwartete avandgardistische Vergangenheit und verschiedene wirtschaftliche Blütezeiten der Stadt. So florierte hier seit dem späten Mittelalter die Herstellung eines Barchent genannten und für damalige Verhältnisse sehr modernen Stoffes aus einer Leinen-Baumwollmischung,…