Herbst im Weinland

Die letzten Tage unserer Reise verbrachten wir in der Umgebung von Stellenbosch mit Spaziergängen, Picknicks und Genießen auf den Weingütern… An einem Tag sahen wir auf der Straße eine Kolonne Oldtimer, der wir spontan folgten. Zunächst wähnten wir uns in der Provence inmitten von Lavendelfeldern. Andernorts gab es auch Olivenhaine. Das Ziel der Kolonne war…

Kunst und Kitsch in Stellenbosch

Das historische Ambiente des Städtchens, die umliegenden Weingüter mit ihren erstklassigen restaurants und die Nähe zu Kapstadt machen Stellenbosch zu einem beliebten Ausflugsziel. Da ist es kein Wunder, dass auch Kunst und Kitsch auf Käufer warten. Stellenbosch war auch der einzige Ort, der wirklich zum Flanieren einlud. Das war angenehm, sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen,…

Altes europäisches Handwerk im Weinland

Die Holländer brachten ihre Architektur mit nach Südafrika und wollten auch auf Reetdächer nicht verzichten. Gut, dass hier im Cape Floral Kingdom einige Pflanzen dafür gut geeignet sind. So blüht in Stellenbosch und Umgebung bis heute aufgrund der ungebrochenen Nachfrage dieses alte Dachdeckerhandwerk. Am Sonntag wartet die Kirche und in der Arbeitspause eine improvisierte Partie…

Holländische Weingüter

Dass in Holland kein Wein angebaut wird, weiß man ja. Aber Holländer haben in Südafrika hervorragende Bedingungen für den Weinanbau gefunden, als sie sich hier niederließen. Später kamen auch noch die Hugenotten dazu und machten die Region um Stellenbosch und Franschhoek zum Weinparadies. Die Weingüter mit ihren historischen Gebäuden im kapholländischen Stil und hier auch…

Wilderness

In der „Wildnis“ hatten wir einen Geburtstag zu feiern. Wir wohnten in einem kleinen Holzhäuschen, das auf Stelzen an einem malerischen Flusslauf steht. Und zur Feier des Tages gab es unser letztes südafrikanisches Grillfest für zwei Personen: Braai, grillen mit Holzfeuer. Das Steak war phantastisch, der Wein aromatisch, die Nacht himmlisch ruhig. Die Kajaktour flußaufwärts…

Blattwerk

Die nächste Etappe brachte erneut einen kompletten Wechsel von Mikroklima und Vegaetation. Nach den Wochen in den Halbwüsten von Cederberg und Karoo waren die Reste des südafrikanischen Küstenregenwalds entlang der Garden Route ein starker Kontrast. So schön sich die üppige Vegetation sich uns auch auf einem kleinen Spaziergang entlang der Route zu einem sehr alten…

Der Schein trügt

Wenn das keine friedliche Idylle ist? Aber der Schein trügt. Selbst diese im Deutschen so wenig schmeichelhaft als Kuhantilopen bezeichneten Hartebeests sind längst nicht immer so friedlich wie es hier scheint. Schon die Youngsters gehen auf Konfrontation. Zebras zeigen sich schon mal bissig. Und unter den achso friedlich daherkommenden Sympathieträgern gehts – wenn auch häufig…

Licht und Schatten

Natürlich ist es toll, Elefanten und andere Tiere in der Natur aus nächster Nähe zu beobachten. Wir haben das stunden- und tagelang im Addo Elephant National Park genossen. Die zwei Teile des Nationalparks und die Unterschiede hinsichtlich der Größe und Sichtbarkeit der Elefantenpopulation hatte ich ja schon erwähnt. Für die Sichtbarkeit hat man insgesamt offensichtlich…

Ein paar Details

Nach den Dickhäutern nun noch ein paar Gestreifte. Und nochmal Dickhäuter.

Vorfahrt für betreutes Arbeiten

Selbst bei den gigantischen Mistkäfern in Südafrika, die hier Elefantenkot zu „Pillen“ drehen, gilt: Einer schuftet, und der andere treibt an… Im Addo Elephant National Park sind sie geschützt und haben sie sogar Vorfahrt!

Wachsamkeit ist alles

Zwar waren wir ein paar hundert Meter weit weg von diesem südafrikanischen Nationalvogel (ein Kranich), aber aus den Augenwinkeln – wenn man bei einem Vogel davon sprechen kann – behielt er jede unserer Bewegungen im Blick. Wachsamkeit ist eben auch für viele Nationalparkbewohner überlebsnwichtig. Fressen und gefressen werden. Der Schabrakenschakal steht als Wildhundart auf der…

Solche und solche Dickhäuter

Aus der trockenen Karoo ging es 270 km nach Südosten in eine andere, deutlich feuchtere Landschaft. Je näher wir dem Addo Elephant National Park kamen, desto schlechter wurde das Wetter. Die Temperaturen fielen, und es regnete zeitweilig auch noch. Für eine ganze Weile führte die Strecke zwischen zwei hohen Zäunen hindurch, und auf der einen…

Scheue Mädels

Nach einem gemütlichen Frühstück im Camp machten wir uns zur nächsten Safari in einem Teil des Camdeboo Nationalpark auf, der auch wieder nur für Fahrzeuge mit Vierradantrieb und für einige wenige Tagesbesucher zugänglich ist. Allerdings waren die Herausforderungen hier deutlich geringer. Es ging angesichts der Bodenwellen auf den Pisten mehr um die Bodenfreiheit als um…

Beton, Glasscherben und die Bibel

Keine Ahnung, ob Miss Helen jemals etwas von Picassiette, dem genial durchgeknallten Friedhofsgärtner im französischen Chartre gehört hatte, der sich sein eigenes Haus gebaut hatte und dann über Jahrzehnte mit überwiegend biblischen Szenen verzierte – Betonfiguren und Mosaiken aus Scherben. Wohl eher unwahrscheinlich, denn Miss Helen begann ihr Werk wohl in der zweiten Hälfte der vierziger…

Dornröschen hätte seine Freude

Am Rande von Graaf-Reinet steht man in einer kleinen Straße plötzlich vor einer Wand aus haushohen Kakteen und anderen stacheligen Gesellen. Ein unscheinbares Schild identifiziert diesen Ort als Obesa Nursery. Beim ersten Versuch scheiterten wir an dem verschlossenen Eisengittertor, aber einen Tag später wurde uns dann Eintritt gewährt. Zwar kann man hier durchaus Jungpflanzen erwerben, doch…

Weder trostlos noch verwüstet

Warum die ersten weißen Siedler diese phantastische Landschaft Valley of Desolation – Tal der Trostlosigkeit oder Tal der Verwüstung – nannten, bleibt ihr Geheimnis. Heute ist die markante Spandaukoppe, oder besser Blick  darauf  vom gegenüberliegenden Berggipfel ein Tourismusmagnet. Während sich am Aussichtspunkt noch viele Besucher sammeln, weil dieser direkt mit dem Auto anzufahren ist, trifft…

Don’t monkey around with the vervets

Ach, sind sie nicht putzig? Mag ja sein, auf den ersten Blick. Verdammte Mistviecher sind es! Okay, wir Zweibeiner sind die Eindringlinge. Aber diese vervet monkeys haben sich gut angepasst und ziehen ihren Vorteil aus unserer Anwesenheit. Auf deutsch heißen sie Südliche Grünmeerkatzen, aus der Überfamilie der Geschwänzten Altweltaffen und zur Unterfamilie der Backentaschenaffen gehörend….

Allradabenteuer

Die Strecke ist freigegeben, also kann es losgehen. Erstmal kräftig Luft aus den Reifen ablassen, dann ist es soweit. Wir fahren früh, denn die Strecke ist lang und wird wohl den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Die ersten Tiere, die uns begegnen, sind wieder einmal Zebras. Etwas später an einem Wasserloch sehen wir noch einige….

Von wegen schwarz-weiß

Wer glaubt, dass Zebra gleich Zebra ist, der ist schwer im Irrtum. Und längst nicht alle Zebras lassen sich auf schwarz-weiß gestreift reduzieren. In Südafrika leben Steppenzebras und Bergzebras mit diversen Unterarten. Alle gehören zur Familie der Pferde, während das in Ostafrika vorkommende Grévyzebra eine Eselart ist… Viel spannender ist jedoch, dass die wenigsten Zebras,…

Hinter den Schwarzen Bergen

Ortswechsel. Sechs Stunden reine Fahrtzeit hatten wir für die 450 km lange Strecke zum nächsten Ziel berechnet. Wir verließen Heidelberger Gegend nach einem opulenten Frühstück bei strahlendem Sonnenschein, überquerten die Zuurberge nach Norden, machten einen kurzen Rundgang durch das als Künstlerkolonie bekannte Barrydale und legten eine Mittagspause in dem Örtchen Calitzdorp ein. In der unaussprechlichen Haupstadt…

Nicht besonders helle aber wohlschmeckend

Diese Tiere bildeten auf der Straußenfarm nur den Streichelzoo für die weißen Mittelklasse-Südafrikaner, die hier mit ihren Großstadtkindern das Landleben suchten. Das fast völlige Fehlen aller anderer Hautfarben im Inlandstourismus der Rainbow Nation war auch das, was uns das größte Unbehagen bereitete. Auf der gesamten Reise begegneten wir schwarzen Südafrikanern eigentlich immer nur in ihren…

Bunte Böcke

Regen und Tageshöchsttemperaturen im einstelligen Bereich. So hatten wir uns Südafrika nicht vorgestellt. Meine Liebste war lustlos, so musste ich allein los. Ob sie beim Zeichnen auf der Terrasse angesichts des Wetters das bessere Los gezogen hatte, darf jedoch bezweifelt werden. Immerhin gab es für sie heißen Tee und frischen Kuchen, während ich darbte. Angesichts…

Schafe in Aquarell

Für Ostern war denkbar schlechtes Wetter angesagt, Regen und Kälte. In den Nationalparks in der Region, die wir uns für diese Tage ausgeguckt hatten, waren entsprechend alle festen Quartiere ausgebucht. Eine wie sich zeigte hervorragende Alternative bot sich mit einer der ganz wenigen extensiv bewirtschafteten Straußenfarmen in der Nähe von Heidelberg. Dieses einsame weiße Exemplar…

Weiter südlich nur noch die Antarktis

Das Restcamp im Agulhas National Park ist ein perfekter Rückzugsort. Die Zivilisation kann man weit hinter sich lassen. Wer braucht hier schon Satellitenfernsehen, auch wenn das zum Komfort der „Strandhütten“ im Nationalpark gehört? Meerumtost findet man sich in einer nahezu unberührten Landschaft südafrikanischer Küstenheide. Doch natürlich täuscht dieses Bild auch hier. Alle Fynbos-Gebiete der westlichen…

Land’s End

Wir verließen die Zedernberge, stoppten auf unserem Weg nach Südosten zum Weinkauf und genossen die Farbenspiele in der sanft hügeligen Weite der südafrikanischen Ebene. Unser Ziel am Cape Agulhas, dem südlichsten Zipfel Afrikas, bot dann ein Feuerwerk der Farben. Mit Blick Richtung Südpol genossen wir den Abend auf unserer Terrasse am Grill.

Wolfberg Cracks

Der Wanderweg hinauf zu den Wolfberg Cracks begann eigentlich unmittelbar hinter unserem Stellplatz, aber das wurde uns erst später klar. Am Ende waren wir dann aber auch froh, dass wir uns auf dem Rückweg nicht noch weitere Kilometer durch Hitze und Staub quälen mussten. So war die Wanderung zwar in Kilometern gerechnet gar nicht so…

Auf nach Wupperthal

Kein Witz, in der Abgeschiedenheit jenseits der Zedernberge liegt Wupperthal. Diese kleine landwirtschaftliche Siedlung geht auf die Gründung eines deutschen Missionars zurück und ist auch heute noch so weit entfernt von jeglicher Moderne, wie man es sich nur vorstellen kann. Der Weg dorthin führt durch eine Gegend, in der unsere GPS-Navigation weit und breit keine…

In der Heimat des Rooibos

Von Kapstadt aus fuhren wir mit dem Monstrum von gemietetem Geländewagen schnurstarcks Richtung Norden. Ich war heilfroh, dass wir die Straße überwiegend für uns allein hatten, sobald wir das Stadtgebiet verlassen hatten. So konnte ich mich schnell an die Abmessungen des Wagens, die Tatsache, dass der Blick zurück nur über die Außenspiegel möglich war, und…

Exotik pur

Mit vollem Recht zählt das Pflanzenreich der südafrikanischen Kapregion zum UNESCO-Weltnaturerbe. Auf einem halben Prozent der Landfläche Afrikas finden sich fast 20% aller Pflanzenarten des gesamten kontinents, ein Drittel davon ausschließlich hier zu finden. Die heidekrautähnliche Fynbosvegetation und eine Vielzahl von Proteen erregen meist die größte Aufmerksamkeit, aber auch die Sukkulenten der Karoo sind spannend….

Pinguine in Afrika?

Das klingt zunächst schräg, aber der südlichste Zipfel von Afrika ist schließlich nicht so weit entfernt von der Antarktis. Und so gibt es tatsächlich zwei, drei kleine Pinguinkolonien in Südafrika – eine davon in unmittelbarer Nähe der Metropole Kapstadt. Zwar fehlen hier die üblichen Ansichten von Kapstadt, aber ein Bild vom Tafelberg muss sein. Ganz…

Colours of Cape Town

Der bunteste Teil von Kapstadt ist mit Sicherheit das sogenannte Malayenviertel. Hier siedelten sich in der Tat vor langer Zeit malayische Arbeiter am Kap an. Und auch heute noch leben einige ihrer Nachfahren hier, obwohl sie im Zuge der Gentrifizierung wohl auf mittlere Sicht verdrängt werden. Ob die andernorts fehlende expressive Farbigkeit immer noch den…

Environmental vs. Development Interests

And now something completely different: Sanusha (see previous post) told me that a substantial share of South African wines have been exported to Great Britain. Very recently the major importers in Great Britain have decided that they would like t…

Johannesburg Calling?

Last night, almost two years since we first and last met with each other in China, I had the pleasure of chatting with Sanusha Naidu once again. Again we had a lot of fun together but also talked about serious issues. The whole conferece of Chines…

Kein Südafrika Trip ohne Safari

Was tun mit einem freien Tag in Johannesburg? Und wie legt man am besten die 200 ??? Entsch??digung f??r die verz??gerte Bef??rderung des Fluggep??cks an? Auf in den nur zwei Stunden entfernten Pilanesberg National Park. Die Idee war geboren, die Umsetzu…

Some Chinese in Jo’burg

Fascinating how much the local conditions for Chinese economic sojourners differ from one place to another in Africa and how similar the strategies and practices of the Chinese are regardless of these place based differences. Johannesburg probably…

Travelling light

Es ist halb zw??lf, und ich sitze seit einer halben Stunde in der etwas unterk??hlten Ankunftshalle des Flughafens Johannesburg. Meine Doppelpremiere – ??quator??berquerung und Airbus A 380 – h??tte ich mir anders vorgestellt. Nach einer Stunde am…